KryoLEAN – Nutzung CO2-basierter, kryogener Technologie zur Integration von Zerspanung und Reinigung

Das Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Demonstrator-Kühlschmierstoffsystems zur Kombination von kryogener Kühlung und Minimalmengenschmierung (MMS) in Form einer 1-Kanal-Versorgung, welche zur Integration in existierende Werkzeugmaschinen genutzt werden kann. Durch dieses System soll die Steigerung der Kühlschmierstoffflexibilität für Werkzeugmaschinen forciert werden, da es sowohl eine konventionelle Kühlschmierstoffzufuhr als auch die Versorgung mit reinem CO2 und eines CO2/MMS-Gemischs. Die Möglichkeit eine Werkzeugmaschine mit diesen Medien auszustatten zielt auf eine erhöhte Produktivität durch die Minimierung des Rüst- und Transportaufwands von Werkstücken ab. CO2 wird bereits in den einzelnen Prozessschritten der Zerspanungsproduktion eingesetzt. Hierzu zählen neben der eigentlichen wertschöpfenden Formgebung durch Zerspanungswerkzeuge auch nichtwertschöpfende Folgeprozesse wie die Entgratung und Reinigung. Durch die erfolgreiche Umsetzung der 1-Kanal-Zufuhr kann die Werkzeugmaschine zukünftig als hybrides Bearbeitungszentrum eingesetzt werden und in-situ Werkstücke endbearbeiten. Eine höhere Energieeffizienz durch Reduzierung von Kühlschmierstoffen und Reinigungsmedien sowie eine gesteigerte Flächeneffizienz sind die Folge. Hierzu sollte weiterhin der Aufbau einer Wissensdatenbank zur Bewertung des Einsatzes der kryogenen Technologie in Abhängigkeit von Prozesskette und zu bearbeiteten Werkstoffen erfolgen.

Kooperationspartner: Robert Bosch GmbH – Bamberg, DECKEL MAHO Pfronten GmbH – Pfronten, Berghoff GmbH & Co. KG – Drolshagen, Kennametal GmbH – Fürth, Linde AG – Unterschleißheim

Laufzeit: 10/2015 – 09/2017

Kontakt:

Dr.-Ing. Daniel Gross, AkadR

Department Maschinenbau (MB)
Lehrstuhl für Ressourcen- und Energieeffiziente Produktionsmaschinen (REP)