Q –Konzept

Vor dem Hintergrund der steigenden Verwendung von schwer zerspanbaren (Leichtbau-) Werkstoffen wie Titanlegierungen, Edelstählen und Nickel-Basis Legierungen einerseits sowie der steigenden Bedeutung der Ressourcen- und Kosteneffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) anderseits wurde am Lehrstuhl REP ein Qualifizierungskonzept für nachhaltige Kühlschmierstrategien in der spanenden Bearbeitung entwickelt. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten dabei im Rahmen von Thementagen Schulungen zu ausgewählten Aspekten rund um Kühlschmierstoffe (KSS) und spanende Bearbeitung. Der Lehrstuhl REP wird dabei jeweils durch Spezialisten von namhaften Firmen wie z.B. Hersteller von Absaugungen, Schmierstoffherstellern, Werkzeugherstellern usw. unterstützt.

Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen sollen befähigt werden, die im Hinblick auf Kosten- und Ressourceneffizienz optimale Kühlschmierstrategie für den jeweiligen Anwendungsfall auszuwählen und Effizienzpotenziale systematisch zu erschließen. Dies soll in fünf Schritten stattfinden:

  1. Sensibilisierung von KMU im Bezug auf KSS und entsprechenden Alternativen
  2. Wissensvermittlung und –transfer
  3. Adaption der Wissensbasis auf die eigene Fertigung
  4. Identifikation der Potenziale in der eigenen Fertigung
  5. Systematische Erschließung der Potenziale

Im Rahmen des Projekts werden zudem verschiedene praxisrelevante Forschungsarbeiten rund um Thema KSS durchgeführt und die Ergebnisse den teilnehmenden Unternehmen zur Verfügung gestellt. Folgende Ziele sollen durch das Projekt erreicht werden:

  • Substitution konventioneller Nassbearbeitung durch nachhaltigere KSS Strategien gemäß ISO 14040 bei gleicher Produktivität und Werkzeugstandzeit
  • Erschließung von Effizienzpotenzialen durch optimierte Prozessfenster
  • Anwendung kommerzieller Sensorik und Automatisierung für das KSS-Management
  • Intensivierung der Nutzung biobasierter Schmierstoffe in spanenden Fertigungsprozessen mit geom. best. Schneide
  • Beseitigung verfahrensspezifischer Nachteile alternativer KSS Strategien, z.B. Optimierung des Spantransports bei MMS durch einfache Maßnahmen
  • Entwicklung einer standardisierten Vorgehensweise für den Verfahrenswechsel hin zu alternativen KSS Strategien
  • Aufbau eines unternehmensübergreifenden und regionalen Netzwerks und Wissensmanagements für KSS Strategie

Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Sollten Sie Interesse an der unverbindlichen Teilnahme an diesem Projekt haben wenden Sie sich gerne an uns.

Projektlaufzeit: 01.04.2019 – 31.03.2022

Kontakt:

Nicolai Ostrowicki, M. Sc.

Department Maschinenbau (MB)
Lehrstuhl für Ressourcen- und Energieeffiziente Produktionsmaschinen (REP)